Der menschliche Körper besteht zu ca. 60 % aus Wasser. Der Körper muss dabei ständig mit Flüssigkeit versorgt werden. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist aus diesem Grund für das Wohlbefinden Ihres Angehörigen und zur Krankheitsprophylaxe unerlässlich. Sie haben keine leichte Aufgabe, wenn Sie Ihren Angehörigen mit Demenz regelmäßig zum Trinken anhalten müssen. Aber mit gemeinschaftlichen Ritualen wie z. B. dem Nachmittagstee und dem regelmäßigen Einbau von wasserreichen Gerichten in Ihren Speiseplan, z. B. vor jedem Mittagessen eine Brühe, können Sie die Flüssigkeitszufuhr dauerhaft verbessern. Dies ist für das Wohlbefinden Ihres Angehörigen und zur Krankheitsprophylaxe unerlässlich. Trinken ist Gewohnheitssache und kann erlernt werden.
Mehr Informationen zum Thema "Trinken und Demenz" finden Sie in "Leben lernen mit Demenz" .
Soviel muss Ihr Angehöriger mit Demenz trinken
Sie sollten pro Tag eine Flüssigkeitszufuhr von ca. 1,5 l über Getränke sicherstellen. Wenn Sie genau nachrechnen möchten, wieviel Ihr Angehöriger trinken muss, stehen Ihnen zwei Methoden zur Berechnung der Flüssigkeitsmenge zur Verfügung:
1. Sie geben Ihrem Angehörigen 30 ml pro Kilogramm seines Körpergewichts. Wenn Ihr Angehöriger also 60 kg wiegt, rechnen Sie: 60 kg x 30 ml = 1.800 ml.
Hinweis: Diese Berechnung ist nur sinnvoll, wenn Ihr pflegebedürftiger Angehöriger normalgewichtig ist.
2. Eine weitere und auf das individuelle Gewicht bezogene Möglichkeit ist etwas aufwändiger: Hier wird von einem Grundbedarf von 1.500 ml ausgegangen.Hinzu kommen dann noch 15 ml pro Körpergewicht minus 20 kg. Die Berechnungsformel sieht so aus: 1.500 ml + (15ml x [Ist-Gewicht – 20 kg]) = Flüssigkeitsbedarf in Milliliter. Die Berechnung erfolgt also bei 60 kg Körpergewicht so: 1.500 ml + (15 ml x [60 kg – 20 kg]) = 1.500 ml + (15 x 40 ml) = 2.100 ml.
Mit der Übersicht „Wassergehalt von Lebensmitteln“ können Sie den Flüssigkeitsgehalt der häufigsten Lebensmittel ablesen. Damit können Sie genau ermitteln, wieviel Flüssigkeit Ihr an Demenz erkrankter Angehöriger auch durch Essen und Trinken im Laufe des Tages zu sich genommen hat. Einfach hier klicken!
Auch Krankheiten haben Einfluss auf den Flüssigkeitsbedarf
Die vorgestellten zwei Berechnungsmethoden können vom tatsächlichen individuellen Bedarf abweichen. Bei erhöhter Mobilität, Durchfall und Ähnlichem liegt z. B. ein gesteigerter Flüssigkeitsbedarf vor. In diesen Fällen sollten Sie den Flüssigkeitsbedarf mit dem Hausarzt absprechen.
Weitere Informationen
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