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So führen Sie mit Ihrem Angehörigen mit Demenz den Uhren-Test durch

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Mit dem Uhrentest können Sie die räumliche Wahrnehmung Ihres Angehörigen und seine Fähigkeit zur richtigen Umsetzung der Aufgabe prüfen. Fordern Sie Ihren Angehörigen auf, das Zifferblatt einer Uhr mit Zahlen, Stunden- und Minutenzeiger laut einer vorgegebenen Uhrzeit, z. B. „10 Minuten nach 11“, korrekt einzuzeichnen. Den Kreis der Uhr können Sie vorgeben.

Mehr Informationen zum Thema "Stadien der Demenz" finden Sie in "Leben lernen mit Demenz" .

In der Übersicht sehen Sie anhand der Beispiele, wie Sie die Zeichnung Ihres Angehörigen bewerten können.

Uhren-Test zur Diagnose von Demenz

Beschreibung

Beispiel

1

Ihr Angehöriger hat die Ziffern 1 – 12 und 2 Zeiger, die die richtige Uhrzeit anzeigen, richtig eingezeichnet. 

Die räumliche Wahrnehmung und die Umsetzung der Aufgabe ist „perfekt“.

Gute Umsetzung der Aufgabe trotz Demenz.

2

Die Abstände zwischen den Ziffern sind nicht gleichmäßig. Vielleicht befinden sich auch Ziffern außerhalb des Kreises. Oder Ihr Angehöriger hat das Blatt gedreht, so dass Ziffern auf dem Kopf stehen. 
Eventuell verwendet Ihr Angehöriger auch Linien zur Orientierung im Kreis.

Diese Darstellung zeigt leichte visuell-räumliche Fehler.

Die Demenz ist hier schon eher zu erkennen.

3

Ihr Angehöriger hat nur einen Zeiger eingezeichnet oder die Uhrzeit mit „10 nach 11“ als Text hingeschrieben. Er hat keine Uhrzeit eingezeichnet.

Die Uhrzeit ist fehlerhaft, die visuell-räumliche Darstellung der Uhr aber weitestgehend erhalten.

Fehlerhafte Darstellung und fehlende Uhrzeit.

4

Die Zeichnung zeigt unregelmäßige Zwischenräume, Ihr Angehöriger hat Ziffern vergessen.
Oder er hat eine Rechts-Links-Umkehr (Ziffern gegen den Uhrzeigersinn) vorgenommen.
Die Darstellung der Ziffern ist nicht lesbar.

Hier handelt es sich um eine mittelgradige visuell-räumliche Desorganisation. Ihrem Angehörigen ist ein korrektes Einzeichnen der Uhrzeit unmöglich.

Der Uhren-Test bringt mittelgradige visuell-räumliche Probleme ans Licht.

5

Die Bemühungen und Fehler Ihres Angehörigen sind wie unter 4 beschrieben, aber stärker ausgeprägt. 

Das deutet auf eine schwergradige visuell-räumliche Desorganisation hin.

Stärker ausgeprägte Fehler bem Uhren-Test.

6

Ihr Angehöriger ist nicht in der Lage, annähernd eine Uhr darzustellen. Er startet keinen, wie immer gearteten Versuch, eine Uhr zu zeichnen. Oder seine Zeichnung hat noch nicht einmal eine entfernte Ähnlichkeit mit einer Uhr. Er schreibt Worte oder Namen.

Das bedeutet eine stark ausgeprägte visuell-räumliche Desorganisation.

Der Angehörige hat Probleme eine Ähnlichkeit mit einer Uhr darzustellen.



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