E-Mail-Newsletter

Sie möchten immer direkt die neuesten Informationen zum Thema Demenz und häusliche Pflege erhalten? Fordern Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter an.

E-Mail-Newsletter

Demenz in Bewegtbild

Ein Sohn dankt mit diesem Video seiner demenzkranken Mutter

Video im Forum diskutieren...

Forum

Schriftgröße:

Um eigene Themen im Forum verfassen zu können, müssen Sie sich hier kostenlos registrieren und anmelden. Häufig gestellte Fragen zur Nutzung des Forums finden Sie in unserer Hilfe .

Komplexe

Autor Nachricht
Verfasst am: 26. 05. 2010
ladybat7

Themenersteller
Dabei seit: 26.05.2010
Beiträge: 3
Hallo, gerade in diese Gemeinschaft eingestigen und schon krieg ich die ersten Komplexe. Bis dato hab ich geglaubt, dass ich das mit der Pflege meiner dementen Mutter ganz gut hinkriege. Wenn ich mir aber die hier vorgeschlagenen Verbesserungen rein technischer Art anschau, fühl ich mich ganz elend, weil so wenig in Mutters Wohnung verwirklichbar ist. Auch wehrt sie sich heftig gegen Neuanschaffungen oder Veränderungen.
Für Kleinigkeiten wie Keilpolster zum Sitzen oder Badewannensitz brauche ich schon meine ganze Überredungskunst. Werd sie wohl weiterhin einfach dort abholen müssen wo sie steht, wie es so schön heißt.
So, nun hat die Neue schon ganz schön viel geschrieben. (0;
Zu mir selbst nur so viel: ich bin wahrscheinlich ein typischer pflegender Angehöriger: weiblich, über 50 und zeitweise physisch oder auch psychisch leicht überfordert.
lg. ladybat
Verfasst am: 26. 05. 2010
Norbert

Dabei seit: 04.11.2009
Beiträge: 10
Tja, ich wollte das in Zukunft so machen.
Die Firma die die ganze Zeit das Essen liefert wurde von uns gebeten, doch die Soße die bei dem Gericht dabei ist, über die Kartoffeln zu geben, die aber das nicht machen. Die wollte ich dann mal zu uns ein laden, wenn mein Vater wieder mal seine Kartoffeln zu Briketts verwandelt hat. Die wären dann dabei gewesen wenn es im ganzen Haus nach verbranntem Fett gestunken hätte und ich 8 Std. auslüften muss.
Aber nun kommt etwas viel Besseres für ihn. Wir haben im Ort eine Demenzgruppe, die vom DRK geleitet wird. Dorthin geht er immer dann, wenn es ein Gericht mit Kartoffeln gibt und sollte uns das Schicksal gnädig sein, so haben wir Glück, wenn es denn das Gericht an einem Montag bis Freitag gibt, oder an einem Samstag oder Sonntag an denen ich Dienstfrei habe, da bekommt er sein Essen dann von mir. Nachmittags ab ca. 14.00 Uhr lege ich ihm ab und zu eine Tüte Kekse, oder Waffeln, oder Salzgebäck oder eine Tafel Schoklode hin, samit er sich nichts kaufen muss. Bestimmt haben wir aber auch mal Pech, dann stinkt es halt wieder und das ist echt zum K..... wenn er es gemacht hat während ich am Tag geschlafen habe zum nächsten Nachtdienst. Aber ein Ignorant ist er auch. Ich habe einen Zettel auf den Toilettendeckel mit der Aufschrift, "keine Essenreste in die Toilette schütten, zieht Ratten an, wirf es in die Mülltonne", geklebt. Das macht er aber nicht, er ignoriert das einfach. Er liest das zwar, aber ich bin mir 100% sicher das er denkt "in meinem Haus (was ihm nichtmehr gehört, gehört meiner schwester und mir) mach ich was ich will, mein Sohn hat mir nichts zu sagen", dabei meint man es nur gut. Er hat auch schon gegen mich das Wort Arschloch benutzt, habe ich laut die Antwort danke gleichfalls gegeben, hat er nichts mehr gesagt.
L.G. aus DA
Verfasst am: 23. 07. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo ladybat,
es geht gar nicht anders, als nur das anzubieten und zu verändern, was der Demenzerkrankte auch zulässt. Denn wogegen er sich sträubt, da kann man ja mit Argumenten auch nicht weiterkommen. Deshalb: Nicht "Komplexe" bekommen, sondern stolz auf das sein, was man in der Versorgung seines Angehörigen - unter den vorgegebenen Umstaänden - trotzdem schafft!

In diesem Sinne: Muttern da abholen, wo sie ist, alles andere würde bedeuten, sie irgendwohin zu zerren, wo sie gar nicht hin will.
LG Heike
Verfasst am: 23. 07. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo Norbert,
es wäre gut, wenn Sie die Verhaltensweisen Ihres Vaters nicht so persönlich nehmen könnten. Ich glaube nicht, dass er all das macht, weil er provozieren will, oder ihm alles sch...egal ist.

Einen Demenzerkrankten erreicht nicht alles, das er aus "unserer Welt" wahrnimmt. Auch wenn wir den Eindruck haben "das hat er jetzt verstanden", muss das nicht tatsächlich so sein.
Es ist schwierig, aber gehen Sie mit viel Gelassenheit an die Versorgung Ihres Vaters. Diskutieren Sie möglichst nicht jedes Wort mit ihm - wahrscheinlich ist es nicht nur für Sie, sondern auch für ihn schwierig, mit der Situation fertig zu werden.
Viele Grüße
Heike