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Demenz in Bewegtbild

Ein Sohn dankt mit diesem Video seiner demenzkranken Mutter

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Medikamente

Autor Nachricht
Verfasst am: 06. 01. 2010
whale307

Themenersteller
Dabei seit: 06.01.2010
Beiträge: 2
Hallo,
ich bin seit heute neu registriert. Ich habe auch ein Abo bei Demenz, pflegen-zuhause.

Mit meiner Mutter (85 J.) war ich beim beim Arzt (spezialisiert auf Demenz), der nach versch. Untersuchungen Demenz festgestellt hat. Meine Mutter nimmt versch. Arzneimitteln für Herz etc. Sertralin hormosan 50 mg nimmt sie seit ca. 1/2 Jahr - da ist mein Vater verstorben, den Sie 8 j. lang gepflegt hatte. Sie sagte Sie hätte immer einen Druck auf der Brust - dies ist durch Setralin wesentlich besser geworden. Sie lebt nun allein in der Wohnung aber im Haus wohnt noch die Familie meines Bruders. Bei meiner Schwägerin isst sie zu Mittag und kann dort auch jederzeit kommen wenn Sie Unterhaltung braucht bzw. wenn sie sich alleine fühlt. Ich selbst komme 2-3 mal die Woche nach der Arbeit zu ihr zu Besuch und auch jedes Wochenende weil sie trotz der Familie im Haus sehr einsam ist.

Vom Arzt hat sie nun Ebixa 20 mg 1 Tablette täglich verschrieben bekommen ( Memantinhydrochlorid).

Ich habe nun im Internet unter "Alzheimer-Demenz: Deutsches Grünes Kreuz - in Würde altern" einen Artikel gefunden. Dort wird von Galantamin und Risperidon gesprochen. U.a. steht im Artikel:... bei der Therapie werden auch ältere Neuroleptika eingesetzt. Die neuen Medikamente mit Wirkstoff Risperidon haben eine bessere Wirkung .... der Patient leidet unter deutlich weniger Nebenwirkungen, ist weniger müde ....

Da meine Mutter öfters tagsüber müde ist und nachts öfters aufsteht (u. evtl. auch Baldrian nimmt) stellt sich für mich die Frage, ob das verordnete Medikament in Ordnung ist oder ob es zu den angesprochenen "alten Medikamenten" mit den entsprechenden Nebenwirkungen gehört.

Haben Sie hierzu evtl. Informationen? Ich möchte gerne, dass meine Mutter noch recht lange "selbständig" sein kann und auch noch ein bißchen das Leben genießen kann.

Ganz herzlichen Dank im voraus
Sabine
Verfasst am: 07. 01. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo Whale307,
zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Und nun direkt zu Deiner Fragestellung:

Memantin wird zur Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Krankheit eingesetzt. Auch Risperidon wird so eingesetzt, allerdings häufiger bei Unruhezuständen und Aggression.

Beide Medikamente können als Nebenwirkung müde machen. Und beide Medikamente benötigen auch etwas Zeit, um ihre Wirkung entfalten zu können.
Ich würde Dir deshalb raten, dem Arzt zu vertrauen. Er hat ja sehr gezielt ein Medikament verordnet, das die Hirnleistungsstörungen bei Deiner Mutter wieder verbessern soll.
Allerdings funktioniert das nicht so wie bei Kopfschmerztabletten, wo man eine Tablette einnimmt und nach relativ kurzer Zeit schon die gewünschte Wirkung (keine Kopfschmerzen mehr) erzielt. Hab etwas Geduld und schau, wie sich Deine Mutter mit dem Medikament entwickelt.
Viele Grüße
Heike
Verfasst am: 17. 01. 2010
whale307

Themenersteller
Dabei seit: 06.01.2010
Beiträge: 2
Vielen Dank Heike, ich werde es jetzt mal beobachten wie es mit meiner Mutter weitergeht.
Man ist in dieser Situation ziemlich hilflos wenn es einen so überfällt - und man ist sehr misstrauisch ob der Arzt auch der Richtige ist und auch das Richtige tut.

Lieben Dank.
Sabine
Verfasst am: 26. 01. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Gern geschehen! icon_biggrin.gif
Verfasst am: 11. 07. 2010
ernst-august

Dabei seit: 18.02.2010
Beiträge: 26
Hallo whale 307,
ich kann all das, was Dir Heike beschrieben hat, bestätigen. Meine Frau wird numehr seit einem Jahr mit Memantinhydrchlorid behandelt. In der ersten Zeit verspürte meine Frau nichts. Vielleicht konnte sie es auch nicht, denn es dauert fast ein Jahr, bis wir an ihr Veränderungen im positiven Sinne erleben durfte. Das drückte sich in sich steigernder Aktivität und relativem Interesse aus. Vieles was wir von ihr zwar kannten, das aber verloren gegangen war.
Ich wünsche Dir viel Mut, Ausdauer und kraft
ernst-august

Gib jedem Tag die Chance, der Schönste in deinem Leben zu sein. (Mark Twain)
Verfasst am: 22. 07. 2010
ernst-august

Dabei seit: 18.02.2010
Beiträge: 26
Ich möchte zu dem Problem der Medikation sowie zu Schmerzmitteln etwas sagen.
Aus bishreigen Diskussionen ist bekanntm dass meine Frau nach einer Krebsoperation (Gebärmutter) in keinem Fall ursächlich an Demenz erkrankte. Besonders schwer getroffen hat sie der Ausbruch einer Gürtelrose im gesamten Unterleibsbereich sowie an beiden Oberschenkeln. Es gab tiefe geschwürartige Wunden und unerträgliche Schmerzen. Seit dem laboriert sie an Schmerzen im gesamten Körper - Achsel-Schultersyndrom - Ischiasförmige Beschwerden - Osteochondrotiche Beschwerden. Behandelt wurde sie bisher mit Aspirin, Metamizol, Diclofenac in verschiedenen Formen(Tabletten 75 mg und tägliche Einreibungen mit Voltaren). Alles hat nur ungenügende geholfen. Nach der letzten Veröffentlichung in "Pflege und Betreuung zuhause" zu Schmerzmittel bei Demenzkranken konnten wir uns nun auch eine hartnäckige Bronchitis erklären. Heute waren wir bei unserem Arzt, den ich direkt mit diesem Artikel bekanntmachte und prompt bekamen wir Tramadol verordnet. Wir hoffen es hilft. Ich werde in angemessener Zeit darüber berichten, Fakt ist - wer mehr weiß, kann auch ab und zu anderen auf die Sprünge helfen. Was ich damit sagen will: Herzlichen Dank für diese Hinweise!

Gib jedem Tag die Chance, der Schönste in deinem Leben zu sein. (Mark Twain)
Verfasst am: 23. 07. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo Ernst-August,
herzlichen Dank für diesen Hinweis!
Ich freue mich riesig, wenn ich mit meinen Artikeln dazu beitragen kann, dass sich die Situatuion für den Demenzerkrankten oder den pflegenden Angehörigen und im besten Fall für beide verbessert.
Ärzte sind manchmal betriebsblind. Leider nehmen sich nicht alle Ärzte die - für Demenzerkrankte - notwendige Zeit. icon_evil.gif
LG Heike
Verfasst am: 28. 10. 2010
hellalein

Dabei seit: 08.10.2010
Beiträge: 7
Ernst August macht da auf ein Problem aufmerksam, das nicht gerade selten zum Tragen kommt. Oft verschreiben verschiedeneÄrzte dem selben Patienten eine Menge Medikamente, die nicht immer perfekt zusammenpassen. Das kann im schlimmsten Fall zu zusätzlichen Krankheiten führen. Das kann man leicht vermeiden wenn man alle MEdikamente in der selben Apotheke bekommt, die Apotheker wissen meistens am besten welche Arzneimittel untereinander verträglich sind.