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Suche nach längst verstorbenen Personen
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Nachricht
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Verfasst am: 05. 09. 2009
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Kaktus
Themenersteller
Dabei seit: 22.07.2009
Beiträge: 1
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Guten Tag!
Meine zwei Schwestern und ich betreuen unsere 82jährige Mutter. Sie leidet an vaskulärer Demenz.
Am besten kommt man mit ihr im Alltag zurecht, wenn sie kleine Arbeiten erledigen kann, wie z. B. Wäsche falten. Ansonsten kann sie sich kaum noch selbst mit etwas beschäftigen.
Für alle Arbeiten außerhalb des Hauses, z. B. Blumenbeete, fühlt sie sich immer noch verantwortlich und kann nicht verstehen, daß sie das körperlich nicht mehr kann.
Das wirklich "schlimme" allerdings ist die Suche nach ihrem Ehemann (unserem, vor 13 Jahren verstorbenen Vater). Sie ist total unruhig, weil er noch nicht nach Hause gekommen ist. Sie kann sich an fast alles im Bezug auf seine Krankheit erinnern, nur nicht daran, daß er letzten Endes daran verstorben ist. daß er beerdigt wurde usw.
Anfangs kamen diese Fragen erst am Abend, jetzt allerdings schon morgens und über den ganzen Tag, manchmal im Minutenabstand.
Sie will sich nicht wirklich ablenken lassen. Sie kann es nicht fassen, daß sie sich nicht erinnern kann.
Das Ganze ist wirklich grausam. Sie weint und leidet extrem. Abends kann sie dann natürlich auch nicht einschlafen.
Nach unserem Gefühl können wir ihr aber zur Zeit auch nichts anderes als die "Wahrheit" sagen. Irgendwelche Geschichten würde sie nicht glauben.
Wir hoffen sehr, daß "dieser" Zustand nicht lange anhält!
Ich habe einen Termin beim Neurologen vereinbart in der Hoffnung, dort vielleicht Hilfe zu bekommen.
Falls jemand uns irgendwie raten kann, würden wir uns freuen.
Kaktus
Das Herz muß Hände haben,
die Hände ein Herz.
Aus dem Tibet
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Verfasst am: 01. 10. 2009
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HeikeBohnes
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
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Hallo Kaktus,
wegen meines Urlaubs komme ich erst heute dazu, Ihre Frage zu beantworten. Waren inzwoscehn beim Neurologen? Und konnte er Ihnen bzw. Ihrer Mutter helfen?
Ich hlte es nicht immer für gut, einen Demenzerkrankten mit der Wahrheit zu konfrontieren. Manchmal helfen hier kleine Notlügen besser. Allerdings kann man bei einer Demenz keine pauschalen Ratschläge geben. Denn jeder Demenzerkrankte ist anders.
Haben Sie es schon einmal versucht, Ihrer Mutter zu erklären, dass ihr Mann z. B. auf einer Dienstreise ist? Oder dass er bei einem weiter entfernt wohnenden Freund zu Besuch ist? Würde Ihre Mutter solche Antworten akzeptieren? Was hat Ihr Vater denn beruflich gemacht?
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