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Unterversorgung an Personal in der Demenz

Autor Nachricht
Verfasst am: 21. 09. 2009
sterntalerkeks

Themenersteller
Dabei seit: 21.09.2009
Beiträge: 1
Hallo an alle hier icon_biggrin.gif icon_biggrin.gif icon_biggrin.gif

Erst einmal muß ich mich verneigen vor den verantwortlichen Personen ,die tagtäglich sich um Demenzkranke kümmern und versorgen.

Nun zu meinem Problem ..Meine Frau gehört auch zu diesen Engeln ,die tagtäglich sich liebevoll um diese Menschen kümmert.Nun bekomme ich durch Erzählungen meiner Frau auch einiges mit ,wo ich allerdings aufschrecke .Meine Frau ist bei einem Pflegedienst beschäftigt ,der Wohl auf moderne Sklaverei umgestiegen ist.Mit mindestpersonal 9 Patienten betreuen ,davon 5 Pat.bettlägerisch.Das heißt soviel wie 3 Schichtsystem mit 6 Mann ,davon 1 Praktikantin und eine Hauswirtschafterin .Ich frage mich wie es gesetzlich überhaupt erlaubt ist ,das ein Pflegedienstleiter unter diesen umständen überhaupt tätig sein darf.Besonders Nachts stelle ich mir das besonders gefährlich vor.Wenn meine Frau oder eine Praktikantin oder mal eine exam.Kraft alleine sich um 9 Patienten kümmern muss.Teilweise müssen diese fünf auch gewickelt werden,wer kümmert sich um den Rest in dieser Zeit,es kann wer weiss was passieren.
Verfasst am: 04. 11. 2009
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo Sterntalerkeks,
die Einrichtungen verhandeln den Personalschlüssel direkt mit den Pflegekassen. Es gibt für manche Bundesländer so genannte Personalanhaltszahlen, die nicht unterschritten werden sollten.
Insgesamt ist das Personal aber der höchste Kostenfaktor in der Pflege. Und so lange Pflege möglichst wenig kosten soll, kann auch nicht "viel" Personal eingestellt werden. Richtig ist das nicht. Aber es ist wohl auch ein gsellschaftliches Problem. Denn die Frage ist doch: Was / wie viel sind die Pflegebedürftigen uns Wert?
Viele Grüße
Heike
Verfasst am: 09. 12. 2009
Rose53

Dabei seit: 15.11.2009
Beiträge: 5
Hallo Sterntalerkeks,
die Äußerungen deiner Frau kann ich voll teilen. Ich sehe es ebenfalls jeden Tag und verärgert mich auch.
Bis jetzt kann ich nur meine Erfahrungen aus dem Alltag im Pflegeheim weitergeben, aber dort sind sie ähnlich, teilweise noch schlimmer. Eigentlich habe ich, lt. Gesetzgeber bzw. Arbeitgeber 12 Pers. mit Demenz in 4 Std. täglich zu betreuen. Jedoch der Alltag sieht etwas anders aus. Und zwar wie folgt: Frühstückverteilung- und rücknahme. Dies erfordert schon mal eine 1 Std. fast täglich auch mehr, da ja viele Menschen nur im Seniorenheim sind, weil sie erhebliche gesundheitlich Beeinträchtigungen haben, so auch hier. Dann habe ich mal gerade so ca. 2 Std. Zeit für diese 12 Pers. (bzw. im Moment 8 Pers.). Dann naht auch schon das Mittagsessen, gleich Vorgang wie beim Frühstück. Danach ist Feierabend. Ach ja, nicht ganz, denn dies erfordert ja auch noch mal viel Zeit und so ist meistens eine 1/2 Std. länger arbeiten angesagt. Denn menschenwürdig Essen sollte schon sein.
Ab 01.10.2010 arbeite ich mit einem ambulanten Pflegedienst zusammen. Allerdings auf selbständiger Basis, damit ich die Situation, die du geschildert hast, eventuell etwas vermeiden kann.
Liebe Grüsse
Rose53

Das Schönste was wir entdecken können, ist das Geheimnisvollste - A. Einstein
Verfasst am: 19. 07. 2010
Schlappi

Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 1
Hallo Rose 53,

hast du deinem Arbeitgeber fragen müssen, ob du mit einem anderen Partner zusammenarbeiten darfst? Und wie rechnet ihr ab? Ich möchte auch so was probieren bin aber noch etwas unsicher.

Vieleicht kannst du mir ja etwas weiterhelfen.
Gruss Schlappi
Verfasst am: 23. 07. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo Rose,
ich hoffe, Sie werden uns von Ihren Erfahrungen im ambulanten Dienst berichten!
Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg zum Start im Oktober.
Viele Grüße
Heike


@Schlappi: In der Regel muss man sich einen Nebenverdienst - egal ob angestellt oder selbstständig vom Arbeitgeber genehmigen lassen. Das vor allem dann, wenn es sich um eine Art "Konkurrenzbetrieb" handelt.
Grüße!