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Hilfsmittel werden von vielen Kassen nur noch über bestimmte Anbieter erstattet

Umfrage
Frage:
Sind Sie mit der Hilfsmittelversorgung durch Ihre Kranken- und Pflegekasse zufrieden?
Läuft ab am: 30. 06. 2009, 00:00
Ja, ich bin sehr zufrieden.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Ich bin gerade so zufrieden.
 
1 von 2 Antworten (50%)
Nein, ich bin nicht zufrieden.
 
0 von 2 Antworten (0%)
Bei meiner Kasse hat sich gar nichts geändert.
 
1 von 2 Antworten (50%)


Autor Nachricht
Verfasst am: 12. 05. 2009
HeikeBohnes

Themenersteller
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Seit die Krankenkassen Hilfsmittel ausschreiben dürfen, beklagen viele Versicherte mangelhafte Beratung und Service, verzögerte Lieferungen, weniger geeignete Produkte und unzureichende Mengen.

Immer mehr beschweren sich über einen zunehmenden Verlust der Wahlfreiheit als gesetzlich Krankenversicherte bei der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln wie z. B. Atemgeräte, Rollstühle oder Inkontinenzprodukte.

Denn viele gesetzliche Krankenkassen haben nach Ausschreibungen exklusive Verträge mit Anbietern medizinischer Hilfsmittel abgeschlossen. Diese versorgen dann die Versicherten.

Viele Ausschreibungsgewinner erfüllen jedoch nicht die operativen und logistischen Voraussetzungen, um Patienten einer größeren Region zu beliefern.

Durch eine Gesetzesänderung haben die Krankenkassen seit dem 01. Januar 2009 wieder die Möglichkeit, die Versorgung ihrer Versicherten mit medizinischen Hilfsmitteln durch offene Verträge zu gestalten. Patientenfreundliche Krankenkassen geben ihren Versicherten so ihr Mitbestimmungsrecht zurück.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Kranken- oder Pflegekasse gemacht?
Wie gehen Sie mit Problemen bei der Belieferung oder mangelhaften Produkten um?

Ich bin gespannt auf einen regen Erfahrungsaustausch,
Ihre Heike Bohnes
Verfasst am: 04. 02. 2011
limex10

Dabei seit: 02.02.2011
Beiträge: 1
Hallo, liebe Heike Bohnes,

als erstes möchte ich mich für die ausführlichen Dokumentationen bedanken.
Leider wurde ich erst vor ein paar Tagen auf Ihre Webseite aufmerksam.
Mein Ehemann ist schwer Demenzkrank also 100% Schwerbeschädigt und erhält die Pflegestufe 3.
Er ist vier Tage in der Woche in einer Tagespflege untergebracht. Wird geholt und gebracht. Fühlt sich dort auch sehr wohl.
Da ich selbst noch beruflich tätig bin ist dies für mich eine große Hilfe.
Versichert ist er bei der Techniker Krankenkasse. Bei Bereitstelllung der Hilfsmittel gibt meinerseits überhaupt keine Beschwerde. Die Hilfsmittel werden zügig bestätigt und auch ausgeliefert.
Er ist im Besitz eines erhöhten Toilettensítzes sowie eines Badewannenlifters. Beides wurde von der Firma OTS Schadock GmbH Neuenhagen umgehend geliefert. Vor Auslieferung des Badewannenlifters wurde ich zu Hause von einem Mitarbeiter der Firma sehr gut beraten.
Auf Grund seiner Inkontinenz erhält er elastische Inkontinenzslips. Diese werden von der Firma Hydrotech Strausberg geliefert. Hier erfolgt auch nach Zusendung des Rezeptes eine schnelle Lieferung.
Alles in allem ist es wirklich eine schwere Aufgabe die durch die Krankheit zu bewältigen ist, was ein Außenstehender gar nicht einschätzen kann.
Über solche Worte wie "wir vergessen alle mal etwas" kann ich nur lächeln.
Denn darüber eine große Diskussion mit diesen Menschen zu führen ist zwecklos. Sie verstehen oder wollen es nicht verstehen.
Was mich sehr betrübt ist, dass sich ein Teil der "Freunde" und Bekannten, auf Grund dieser Krankheit meines Mannes, immer mehr von uns abwenden.
Wir haben aber neue Freunde gefunden und zwar sind wir der Siedlergemeinschaft "Waldidyll" in Neuenhagen beigetreten. Ich habe ihnen die derzeitige Situation geschildert und er ist ganz lieb aufgenommen wurden. Dafür bin ich sehr dankbar.
Dies soweit zu meiner Situation.
Es grüßt Sie ganz lieb Erika Hartmann
Verfasst am: 16. 02. 2011
HeikeBohnes

Themenersteller
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo, Frau Hartmann,
nach Ihrer Beschreibung haben Sie die Situation mit Ihrem Mann ja ganz gut im Griff.
Gerade pflegende Angehörige, die wahre Organisationstalente sind und es so schaffen, alles irgendwie unter einen Hut zu bringen, leiden daran, dass den Mitmenschen gar nicht auffällt, was sie da leisten. Ich denke, Sie gehören ganz sicher zu diesen Talenten, die Beruf, Haushalt und Pflege "wuppen", ohne dass dem Umfeld auffällt, welche Belastung das tatsächlich ist.

Es ist gut, dass Sie in der Siedlergemeinschaft neue Freunde gefunden haben. Es ist nicht selten, dass die alten Freunde und Bekannten mit einer Demenzerkrankung und den damit einhergehenden Veränderungen des Verhaltens nicht klarkommen. Deshalb waren das sicher keine schlechten Freunde. Es waren eben Freunde in einer anderen Zeit. Ich sehe das ähnlich, wie bei Schulfreunden - irgendwann verliert man sich ja auch aus den Augen, weil man unterschiedliche Leben lebt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in der Siedlergemeinschaft viele schöne Stunden, gemeinsam mit Ihrem Mann verbringen können.
Viele Grüße
Heike Bohnes