E-Mail-Newsletter

Sie möchten immer direkt die neuesten Informationen zum Thema Demenz und häusliche Pflege erhalten? Fordern Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter an.

E-Mail-Newsletter

Demenz in Bewegtbild

Ein Sohn dankt mit diesem Video seiner demenzkranken Mutter

Video im Forum diskutieren...

Forum

Schriftgröße:

Um eigene Themen im Forum verfassen zu können, müssen Sie sich hier kostenlos registrieren und anmelden. Häufig gestellte Fragen zur Nutzung des Forums finden Sie in unserer Hilfe .

Als Diebin dekladiert

Autor Nachricht
Verfasst am: 05. 02. 2010
Regine01

Themenersteller
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1
Hallo alle zusammen
ich bin neu hier und habe gleich ein großes anliegen.
Seit fast einem Jahr betreue ich einen alleinstehenden 83 Jährigen Mann der nach einem Oberschenkelhalsbruch Hilfe benötigt. Außerdem HOPS ausgelöst durch die Nakose.
Nun werde ich mal "wieder" beschuldigt seinen Kühlschrank leer geräumt zu haben. Ich denke daran mit seinem Sohn zu sprechen ob nicht ein Pflegedienst sinnvoller ist , zumal ich den Herren auch nicht zum duschen,anziehen oder regelmäßigen essen bewegen kann. Er möchte trotz des Vorwurfes aber nicht auf mich verzichten und wünscht sich weitere zusammenarbeit mit mir.
Habe ihm erstmal den Schlüssel zurückgegeben und den vorschlag gemacht die fehlende Tür zu den Kühlschränken wieder einzusetzen um sie zu verschließen.
Verfasst am: 27. 02. 2010
HeikeBohnes

Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
Hallo Regine,
natürlich ist es sehr unangenehm und schwer damit umzugehen, wenn man - vor allem als eigentlich Fremde - des Diebstahls bezichtigt wird.
Allerdings ist das gar nicht so selten der Fall.
Vielleicht besprechen Sie mit dem Sohn einfach einmal, wie er diese Vorwürfe einschätzt. Wenn er weiß, dass sein Vater sich diese "Untaten" nur einbildet, können Sie damit auch ganz anders umgehen.

Denn der Mann hängt ja trotz seines Misstrauens irgendwie an Ihnen. Wenn der Sohn die Vorwürfe des Vaters richtig einordnet, besteht aus meiner Sicht kein Grund, dass Sie sich deswegen Sorgen machen.

Wichtig ist, dass Sie auf diese Dinge gar nicht erst eingehen und mit dem Herrn diskutieren. Das versteht er nicht, denn sein Vorwurf ist für ihn ja Realität.

Einen Pflegedienst könnte man ja auch noch ergänzend zu Ihrer Begleitung hinzu nehmen. Wobei auch ein Pflegedienst kein Garant dafür ist, dass der Mann dessen Hilfe annimmt.

Wie ist das:
Regine01 schrieb:
die fehlende Tür zu den Kühlschränken wieder einzusetzen um sie zu verschließen.

eigentlich zu verstehen? Der Kühlschrank hat keine Türe? Das ist doch Energieverschwendung ohne Ende. Ganz zu schweigen davon, dass die Lebensmittel dann doch gar nicht ausreichend gekühlt werden.

Viele Grüße
Heike Bohnes
Verfasst am: 12. 07. 2010
ernst-august

Dabei seit: 18.02.2010
Beiträge: 26
Hallo Regine, ich kann dich verstehen, es ist furchtbar belastend wenn man als Dieb angehsehen wird. Für mich gäbe es nur eine Lösung, um wieder ruhig leben zu können. Du musst mit dem Sohn des Herren sprechen und ihm darlegen, dass du helfen und dich nicht bereichern möchtest. Ohne eine gemeinsame Interpretation seines Verhaltens, kann es nicht gehen. Du solltest im Beisein des Sohnes mit dem Herrn sprechen und eine gemeinsame Absprache finden.
Ich habe einen ähnlichen Fall in der Familie gehabt. Am Ende wurde der fremde uneigenützig helfende Mensch als Erbschleicher bezeichnet. Diesen
Belastungen kann man nicht mit Liebesdiensten allein begegnen. Man muss sich trennen. Viele Grüsse von ernst-august

Gib jedem Tag die Chance, der Schönste in deinem Leben zu sein. (Mark Twain)