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Mutter am Ende ...vielleicht ein paar Tipps?!?
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Verfasst am: 02. 10. 2010
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Juppiu.Kara
Dabei seit: 30.05.2010
Beiträge: 17
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Guten Abend Flipsy, daran, dass Dein Mann die Nacht nicht geschlafen hat kannst Du sehen wie gross die Anstrengung für Ihn war sich in der Familie zu "benehmen" Ich vergleiche diese Verhaltensweise immer mit dem kleiner Kinder. Die benehmen sich in der "Fremde" auch besser als zu Hause. Nur das bei dieser Krankheit die Entwicklung rückwärts geht. Leider sind Medikamente momentan die einzige mir bekannte Möglichkeit Verhaltensauffälligkeiten einigermaßen in den Griff zu bekommen. Zur Verabreichung von Medikamenten kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, irgend wann wirst Du ohne Medikamente nicht mehr auskommen, wenn Du mit Deinem Mann weiterhin zusammen leben willst. Warte damit bitte nicht bis Du nervlich ganz am Ende bist. Du wirst ein gutes Nervenkostüm noch brauchen. Es ist nicht wirklich sinnvoll wenn Dein Mann seinen Agressionen freien Lauf lässt weil er nicht anders kann und Du dabei nervlich vor die Hunde gehst. Ich habe mich auch lange gegen Medikamente gewehrt, musste aber einsehen, dass es für uns beide besser ist wenn meine Frau ihre Medikamente bekommt. Die Menge der Verhaltensentgleisungen sind einfach geringer und besser steuerbar. Das schont die eigenen Nerven und entlastet das Zusammenleben. Viel Kraft und Langmut wünscht Juppi und Kara |
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Verfasst am: 02. 11. 2010
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HeikeBohnes
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
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Hallo zusammen, vielleicht hilft es ja, in einer Situation, in der der Angehörige "ausflippt" einmal zu überlegen, ob er von dieser Situation eventuell überfordert wird / wurde. Viele Demenzerkrankte reagieren auf Überforderung mit Aggression, weil sie ihr Unwohlsein / Missfallen anders nicht mehr audrücken können. Und wenn man zu dem Schluss kommt, dass es Überforderung ist / war, dann versuchen, die Situation zu vermeiden. Viele Grüße Heike |
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Verfasst am: 02. 11. 2010
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Juppiu.Kara
Dabei seit: 30.05.2010
Beiträge: 17
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Guten Abend Heike, natürlich habe ich mir die Frage gestellt ob der "Patient" überfordert ist. Wir müssen uns als pflegende Angehörige ja schon von vielen "normalen" Konventionen trennen. Doch wenn das "Ausflippen" beim Aus- und Anziehen oder Waschen auftritt, kann nicht immer mit Nachsicht und Verständnis reagiert werden. Auch Ablenkung funtioniert nicht immer. Zum Wohle unserer Pfleglinge ist manchmal leichter Zwang (dazu gehört auch die Verabreichung von Neuroleptika) unabwendbar. Ich will hier wirklich nicht der Gewalt das Wort reden, aber situationsbedingt sind derartige Reaktionen der Pflegenden meiner Meinung nach in Grenzen durchaus vertretbar. Denn der zu pflegende kann die Notwendigkeit unseres Tuns nicht nachvollziehen. Es wird nun einmal kalt wenn das Nachthemd oder die Tageskleidung ausgezogen wird. Auch wenn das Bad noch so kuschelig warm aufgeheizt ist. Obwohl ich die Verzweiflung meiner Frau verstehen kann nicht mehr selbstbestimmt zu handeln, kann ich die Reaktion nicht immer komentarlos hinnehmen. Sie versteht sehr wohl trotz aller Eingeschränktheit, dass ihre Handlungsweise mich verärgert hat. Da ist zumindes meine Frau sehr feinfühlig. Meiner Meinung nach darf man unseren "Patienten" unsere eigenen Gefühle durchaus zeigen und sollte sie nicht in sich hineinfressen (erzeugt Magengeschwüre sagt man) Allen betreuenden wünsche ich viel Kraft, Langmut und zur rechten Zeit das richtige zu tun. Juppi u. Kara |
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Verfasst am: 02. 12. 2010
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HeikeBohnes
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
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Hallo Juppiu, Juppiu.Kara schrieb: Meiner Meinung nach darf man unseren "Patienten" unsere eigenen Gefühle durchaus zeigen und sollte sie nicht in sich hineinfressen (erzeugt Magengeschwüre sagt man) Natürlich darf man einem Demenzerkrankten seine gefühle zeigen. Ich denke, ohne geht es ja auch gar nicht, da wir alle Menschen sind und auch Demenzerkrankte unterschwellige Wut oder Ärger trotzdem spüren. Ich bin allerdings der Meinung, dass, wenn sich ein Demenzerkankter gegen das Ausziehen oder ähnliches mit aller Kraft wehrt, es ihm nicht schadet, z. B. in der Tagesbekleidung ins Bett zu gehen. Man kann auch probieren, die Situation anders zu gestalten oder weggehen und es später noch einmal versuchen. Das alles würde ich auch der sanften Gewalt erst einmal vorziehen. So habe ich es auch als Altenpflegerin immer gehandhabt und bin gut damit gefahren. Natürlich ist es manchmal unumgänglich, Psychopharmaka einzusetzen. Allerdings betrachte ich diese weder als ausgeübten Zwang noch als Gewalt - vorausgesetzt, es wird verantwortlich damit umgegangen und der Demenzerkrankte nicht mental "abgeschossen". Viele Grüße Heike |
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Verfasst am: 25. 01. 2011
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josha_de
Dabei seit: 25.01.2011
Beiträge: 1
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vd-271 schrieb: Donnerstags schon ist alles wieder enorm eskaliert Unter den beschriebenen Umständen ist die Einweisung in eine geschlossene Einrichtung die einzige Möglichkeit, die Du verantworten kannst. Akzeptiert, dass er sich längst vom Leben verabschiedet *hat*. Achtet jetzt darauf, dass er bei diesem Abschied Euch nicht noch mitreißt. Das ist *sein* Weggang, nicht Eurer. Verabschiedet Euch *jetzt* von ihm. Nicht erst, wenn er diesen Abschied gar nicht mehr mitbekommen kann. Und dann ertragt seinen weiteren Verfall und schließlichen Weggang mit Fassung. Medikamente: Ich habe bei meiner Mutter nur schlechte Erfahrungen mit Psychopharmaka gemacht. Die Nebenwirkungen sind viel zu heftig und veschlimmerten die Situation nach kurzer Zeit. Helfen könnte nur regelmäßige, gute, vegetarische Nahrung, viel Heißes trinken (2 Liter 10 Min. abgekochtes Wasser, mit maximal einem Beutel Kräuter- oder Gewürztee, auf den Tag verteilt). Demenz ist eine *Hirn*erkranung; das Gehirn aber ist auf ständige Flüssigkeitszufuhr mehr angewiesen als jedes andere Organ. Es *besteht* zu 80% aus Wasser. Viel Bewegung und frische Luft. Dass das heute kaum eine Einrichtung bereit ist zu leisten, ist unser Schicksal: Also müssen wir mit dem auskommen, was momentan möglich ist. |
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Verfasst am: 11. 08. 2011
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Sabiene
Dabei seit: 11.08.2011
Beiträge: 1
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Bei uns gab es auch einen Fall. Lies dir hier mal den Beitrag zur Pflegedurch. Denke der wird dir Helfen. Veilleicht schaffst du es auch so dich darum zu kümmern. Aber vermute mal das wird schwirig. Der beste weg ist dann professionelle Behandlung. Hoffe es wird wieder. Tut mir leid, alles gute für die zukunft ! liebe Grüße Sabiene |