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Verfasst am: 02. 10. 2009
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Norddeutsche87
Themenersteller
Dabei seit: 29.06.2009
Beiträge: 2
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Liebe Mitglieder im Forum,
sicher kennt ihr das auch: Während ihr für euren Angehörigen nur das Beste wollt, fühlt er sich schlecht behandelt.
Am Anfang konnte ich damit wirklich sehr gut umgehen. Und auch jetzt ist mir bewusst, dass diese Zweifel an meinem Wohlwollen einen durch die Krankheit bedingten Hintergrund haben, aber dennoch fühle ich mich langsam am Ende meiner Kräfte angekommen. Für alles muss ich mich rechtfertigen, Anerkennung habe ich schon lange keine mehr von meinem Mann erhalten. Habt ihr eine Möglichkeit gefunden eurem Angehörigen sein Misstrauen euch gegenüber zu nehmen?
Wenn ja würde ich mich über einige Tipps sehr freuen!
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Verfasst am: 05. 10. 2009
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jungegebliebene
Dabei seit: 05.10.2009
Beiträge: 3
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Erklär ihm weshalb du was machst, sei geduldig und mach ihm keine Vorwürfe!
Dein Mann wird sich mit der Zeit noch weiter von dir "entfernen", zumindest wird es sich so anfühlen, deshalb genieße die Momente, in denen ihr gemeinsam lacht umso mehr.
Alles Gute für Dich
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Verfasst am: 08. 10. 2009
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HeikeBohnes
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
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Für viele Erkrankte ist es sehr schwer, ihre Hilfebedürftigkeit zu akzeptieren. Ihre Wut über diese Situation lassen sie dann oft an denen aus, die ihnen eigentlich helfen.
Wahrscheinlich spürt Dein Mann aber auch unterschwellig Deine "Erwartungshaltung" bzgl. seiner "Dankbarkeit. Je nach dem, was für ein Charaktertyp er ist, kann das genau das Gegenteil von dem hervorrufen, was Du Dir wünschst.
Versuche, gelassen zu sein und erwarte nichts. Immer dann wenn man nichts erwartet und verlangt, bekommt man in der Regel viel mehr.
Natürlich ist Deine Sehnsucht nach Anerkennung verständlich. Wichtig ist aber, dass Du selbst Deine Leistung und Dein Durchhaltevermögen anerkennst und stolz darauf bist. Mit der Pflege Deines Mannes leistest Du sehr viel. Vielleicht hilft es Dir ja auch, wenn Du Dir aufgrund dieser Leistung auch mal etwas positives nur für Dich allein leistest, z. B. einen neetten Nachmittag mit einer guten Freundin...
Viele Grüße!
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Verfasst am: 08. 10. 2009
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Norddeutsche87
Themenersteller
Dabei seit: 29.06.2009
Beiträge: 2
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
Ich versuche Ihre Ratschläge umzusetzen und werde Ihnen berichten, wie sich unser Alltag weiter gestaltet.
Beste Grüße
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Verfasst am: 04. 11. 2009
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HeikeBohnes
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
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Hallo Norddeutsche,
wie sieht es denn inzwischen bei ihnen aus? Gibt es Neues zu berichten?
Viele Grüße
Heike Bohnes
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Verfasst am: 21. 10. 2010
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hellalein
Dabei seit: 08.10.2010
Beiträge: 7
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Die Erfahrung hab ich auch gemacht,z.b habe ich früher die Oma immer gefragt, ob sie ihre Tabletten genommen hat, weil ich weiss, dass sie das öfters nciht getan hat. Die Demenz ist noch nicth sehr weit fortgeschritten, darum kann sie sowas auch eigentlich noch alleine.Sie wurde dann richtig wütend, hat entweder gar nicht geantwortet oder zu schimpfen angefangen. Heute frag ich nicht mehr, sondern gucke quasi "heimlich" ihre Medikamentenbox nach. Ich glaube der Grund für das Mißtrauen bzw. die Aggression ist, dass sich ein alter Mensch, der z.T. oder ganz gepflegt wird, sehr hilflos und nutzlos fühlt. Alles was ein bischen wie Bevormundung rüberkommt, erinnert ihn nur um so mehr daran, und das macht wütend.
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Verfasst am: 02. 11. 2010
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HeikeBohnes
Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 114
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Hallo hellalein,
so:
hellalein schrieb: Alles was ein bischen wie Bevormundung rüberkommt, erinnert ihn nur um so mehr daran, und das macht wütend.
sehe ich das auch.
Viele Grüße
Heike
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