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Drei Entspannungsmöglichkeiten für zwischendurch

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Tun Sie sich etwas Gutes und übern Sie Entspannung! Nur so gelingt die Pflege.

Es ist keine Frage, dass die Pflege Ihres Angehörigen mit viel Anspannung einhergeht. Das betrifft nicht nur Ihre Muskeln, sondern sicher auch Ihren Geist und vor allem auch Ihre Psyche. 
Vielleicht haben Sie das Gefühl, den Kopf so voll zu haben, dass er Ihnen bald platzen wird. Das Resultat: Ohrenrauschen oder Kopfschmerzen.

Mehr Informationen zum Thema "Entspannung in der Pflege" finden Sie in "Leben lernen mit Demenz" .

Oder es belastet Sie, dass alles an Ihnen hängen bleibt und niemand Sie „so richtig“ entlastet und dass sie keine Entspannung finden. Das zerrt dann an Ihrer Muskulatur, die Sie unter diesem gefühlten Gewicht anspannen. Nacken-, Schulter und Rückenschmerzen plagen Sie dann den ganzen Tag. Vielleicht können Sie aber auch nicht ein- oder durchschlafen. Das bedeutet, dass Sie sich am Tage wie gerädert fühlen und nur schwer „in die Gänge“ kommen.

Eine kurze Entspannung ist am effektivsten

Wenn Sie sich in einer – oder vielleicht sogar jeder – meiner Beschreibungen wiederfinden, sollten Sie unbedingt etwas für Ihre Entspannung tun. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, dass Sie jedes Mal sehr viel Zeit für Ihre kurze Auszeit von der Pflege aufwenden. Vielmehr ist es wichtig, dass Sie sich überhaupt eine kleine Auszeit gönnen, in der Sie ein wenig regenerieren. Probieren Sie doch einmal einen oder alle meiner nachfolgenden Tipps für eine kurze Entspannung zwischen Pflege, Betreuung und all den anderen Alltagsanforderungen, denen Sie ausgesetzt sind. 

1. Tipp zur Entspannung: Hören Sie ein Musikstück, das Ihnen besonders gut gefällt

Durch die Musik wird Ihr vegetatives Nervensystem angesprochen. Das vegetative Nervensystem steuert viele lebenswichtige Körperfunktionen, wie z. B. den Blutdruck, Herzschlag und die Ausschüttung von Hormonen. Darunter fällt auch das Endorphin, das Empfindungen wie Schmerzen und Freude regelt. 

Wenn Sie Ihre Lieblingsmusik hören, erhöht sich Ihr Herzschlag und Ihre Atmung. Sie bemerken die ersten Anzeichen der Entspannung. Die Adern im Gehirn weiten sich und Ihr Gehirn und die Muskulatur werden stärker durchblutet. Zudem findet in ihnen eine „Gefühlsverarbeitung“ der Rhythmen, die Sie hören, statt. 
Da Sie mit Ihrer Lieblingsmusik sehr wahrscheinlich bestimmte Ereignisse und Erfahrungen verbinden, wirkt sich diese entsprechend positiv auf Ihre Stimmung und Ihr Befinden aus.

Hinweis: Damit Sie sich auf die Musik einlassen können, ist es sinnvoll, dass Sie Ihr Musikstück über einen Kopfhörer genießen. 

2. Tipp zur Entspannung: Benutzen Sie Ihr persönliches Wohlfühl-Elixir 

Mit diesem Rezept zum Selbermachen können Sie eine Anregung für Ihr persönliches „Wohlfühl-Elixir“ finden. Es handelt sich um ein Massageöl, das Sie mit wenig Aufwand selbst herstellen können. Sie können z. B. die Aromaöle nach Ihren Vorlieben abändern.

So stellen Sie ein „arabisches Massagebalsam“ zur Entspannung her:
Sie benötigen: 

  • 1 leeres, wiederverschließbares Fläschchen, ca. 125 ml
  • 125 ml Trägeröl, z. B. Jojobaöl, Nachtkerzenöl
  • 10 Tropfen Bergamotteöl
  • 18 Tropfen Zedernöl
  • 8 Tropfen Nelkenöl
  • 16 Tropfen Sandelholzöl
  • 7 Tropfen Ylang-Ylang-Öl

Füllen Sie das 125-ml-Fläschchen zur Hälfte mit Ihrem Trägeröl. Dann geben Sie die Aromaöle (möglichst 100 % reine Öle) hinzu und schütteln das Fläschchen gut durch. Füllen Sie das Fläschchen danach mit dem restlichen Trägeröl auf. Wenn Sie das Gefäß gut verschlossen haben, schütteln Sie die Flasche nochmals gut durch.

Wenn Sie Ihre Schläfen, den Nacken, die Brust und Ihre Füße mit dem Balsam einmassieren, erleben Sie Entspannung pur und können für ein paar Minuten den anstengenden Alltag in der Pflege vergessen. 

3. Tipp zur Entspannung: Stressabbau in 5 Minuten durch Atemübungen

Diese Atemübung funktioniert am besten, wenn Sie sie bereits mehrfach geübt haben. Am besten sollten Sie sie in weniger belastenden Situationen einüben, z. B. vor dem Schlafengehen. Wenn Sie diese Übung beherrschen, können Sie sie auch in starken Stresssituationen anwenden, um wieder zu sich zu kommen und schnell eine Entspannung vom Alltag in der Pflege zu erreichen.

So führen Sie die Atemübung durch: 

  • Gehen Sie an einen möglichst ungestörten Ort. Wenn Sie möchten, öffnen Sie ein Fenster.
  • Stellen oder setzen Sie sich bequem hin. wenn es Ihnen gut tut, schließen Sie dabei die Augen.
  • Legen Sie Ihre Hände auf Ihren Bauch und atmen Sie mehrmals langsam in Ihren Bauch. Versuchen Sie sich dabei zu entspannen.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Atmen Sie bewusst und langsam durch die Nase ein und spüren Sie, wie die Luft in Ihre Lunge strömt. Ihre Bauchdecke sollte sich dabei wölben.
  • Denken Sie dabei, dass Sie mit dem Einatmen neue, frische Energie in sich aufnehmen. 
  • Beim Ausatmen versuchen Sie loszulassen und weiter zu entspannen. 
  • Wiederholen Sie diese Atemübung einige Male, bis Sie ihre Wirkung spüren.



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