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Für die Pflege und Betreuung benötigen Sie viel Kraft. Lebt Ihr Angehöriger noch in seinem eigenen Haushalt, sind sie in ständiger Abrufbereitschaft. Haben Sie Ihren Angehörigen in Ihren Haushalt geholt, weil er nicht mehr alleine bleiben kann, sind Sie rund um die Uhr belastet. Egal, welche Variante Sie leben, beides ist für Sie sehr anstrengend. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich von anderen helfen lassen und dadurch entlasten. Denn Ausgeglichenheit und Geduld sind Grundlagen für ein harmonisches Miteinander in Ihrem anstrengenden Alltag. Sie erhalten finanzielle Unterstützung von der Pflegekasse, wenn Ihr Angehöriger eine Pflegestufe hat. Die Sofortleistungen sind das Pflegegeld oder die Pflegesachleistung. Die Höhe hängt von der jeweiligen Pflegestufe ab.

Zusätzliche Informationen zum Thema Hilfsangebote für Angehörige finden Sie in "Leben lernen mit Demenz" .

Nutzen Sie Hilfen aus Ihrem nahen Umfeld

Fordern Sie die Unterstützung Ihrer Verwandtschaft ein. Versuchen Sie, möglichst viele Bekannte oder Nachbarn in die Betreuung einzubinden. Regelmäßig vereinbarte Zeiten von 1 – 2 Stunden verschaffen Ihnen wichtige Verschnaufpausen und sind für andere zumutbar. Sie können in dieser Zeit zum Friseur gehen oder auch in Ruhe ein Buch lesen. Mögliche Entlastungen können z. B. folgende sein:

  • Die Nachbarin trinkt 1-mal im Monat mit Ihrem Angehörigen 1 Stunde Kaffee.
  • oder sie begleitet Ihren Angehörigen an Ihrer Stelle bei einem Spaziergang.
  • Ihre Kinder kommen zum gemeinsamen Spielabend mit Oma oder Opa, damit Sie z. B. ins Kino gehen können.

Hinweis: Sie haben bestimmt auch schon aus diesem Grund auf Ihre Enkelkinder aufgepasst.

  • Nicht zuletzt – Ihre Enkelkinder hören sicher auch gerne Geschichten aus „Omas Zeiten“.

Wann Unterstützung wirklich hilfreich ist

Sie werden schnell spüren, wie gut Ihnen die Entlastung tut, denn dadurch ruht tatsächlich nicht mehr alles nur auf Ihren Schultern. Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Sie sich dauerhaft auf diese Unterstützung verlassen können. Nur dann ist die Hilfe wirklich hilfreich.

Tipp: Vereinbaren Sie feste Termine mit Ihren Helfern und sagen Sie deutlich, wie wichtig die Einhaltung für Sie ist.

Finanzielle Hilfsmöglichkeiten

Haben Sie keine Hilfe durch Verwandte oder Nachbarn in Ihrem nahen Umfeld, können Sie sich diese Unterstützung auch einkaufen. Ihnen stehen nach 12 Monaten anerkannter Pflegestufe für Erholungszeiträume verschiedene Leistungen der Pflegekasse zur Verfügung:

Übersicht: Diese Leistungen der Pflegekasse stehen Ihnen zu

Leistungsart

Leistungsinhalt

Leistungsbudget

Verhinderungspflege

Mit dieser Leistung werden Hilfen – auch stundenweise – bezahlt, wenn Sie als Pflegeperson verhindert sind, z. B. wenn Sie einen Termin beim Masseur haben oder ins Kino wollen. Sie können damit Angebote, wie Betreuungsdienste, Tagespflege, Nachtpflege oder familienentlastenden Dienst in Anspruch nehmen. Ein Verwandtschaftsverhältnis darf nicht vorliegen, also keine Kinder oder Enkel, die die Hilfe leisten.

Ihnen stehen 1.432 € im Jahr zu.

Kurzzeitpflege

Sie können Ihren Angehörigen in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung unterbringen, während Sie im Urlaub sind. 

Ihnen stehen nochmals 1.432 € im Jahr zu.

Leistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz

Sie haben Anspruch auf diese Leistung, wenn der Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) bei der Pflegebegutachtung die eingeschränkte Alltagskompetenz im Gutachten festgestellt hat. Sie können dieses Geld für anerkannte sogenannte niederschwellige Betreuungsdienste einsetzen.

Ihnen stehen zurzeit 460 € im Jahr zu. Der Betrag soll auf 2.400 € pro Jahr erhöht werden.

Lesen Sie mehr zum Thema Hilfsangebote für Angehörige in "Leben lernen mit Demenz" .



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